Empire of oil - Part 1: A research in 360° / costa compagnie

Empire Of Oil - Part 1 A Research In 360° / Costa Compagnie

Ballhaus Ost Berlin

Premiere 23. November 2017
24. | 25. November
jeweils 20.00 Uhr

15 | 10 Euro

Betrachtet man die Konsequenzen fu¨r Millionen von Kriegsopfern und Geflu¨chteten wird schnell deutlich, dass der Zugriff auf die Ressource Öl nach wie vor einen der Hauptgru¨nde fu¨r Krieg und Interessenspolitik darstellt. Gleichzeitig ist auch unser unmittelbarer Alltag durch die Nutzung von Öl essentiell bestimmt. Öl ist alles – trotz Klimawandel und alternativen Energien.
In Empire of Oil macht sich Costa Compagnie die substantielle Befragung des fu¨r uns alles entscheidenden Rohstoffs zur Aufgabe: Das mehrteilige Projekt kreist um den Themenkomplex Öl und betrachtet dazu die zwei gegensätzlichen Länder Norwegen und Irak. Das skandinavische Land ist einer der wichtigsten Öl- und Gaslieferanten Deutschlands, während der Nordirak – in Aufruhr um eine kurdische Unabhängigkeit – als Stu¨tzpunkt der Bundeswehr im alliierten Kampf gegen den IS dient und eines der größten Ölvorkommen der Region besitzt. Bietet der allmächtige Rohstoff das Potential fu¨r eine vermeintliche sozialstaatliche Utopie wie in Norwegen oder befördert es einen nicht endenden Kriegszustand wie im Irak? Was sind die Erfahrungen der Menschen vor Ort?
Die Gruppe recherchierte in Stavanger, Bergen, Kristiansand, Erbil, Sulaymaniyah, Kirkuk und Mosul, letzteres während des kurdischen Referendums und der Schließung des Luftraums, und entwickelt aus dem mit einer 360°-Kamera gefilmten Material zwischen November 2017 und Mai 2018 drei intermediale Performances und einen Virtual-Reality-Film.
Die Costa Compagnie verhandelt diese Fragen zwischen Dokumentation und Abstraktion und errichtet fu¨r den ersten Teil im November einen 360°-Videospace im Ballhaus Ost. Im Februar 2018 baut der zweite Teil mit einer textbasierten Performance und einem Fokus auf Virtual Reality darauf auf und im Mai schließt eine Tanz-Performance die interdisziplinäre Auseinandersetzung mit dem globalpolitischen Brennpunkt ab.

Costa Compagnie aus Berlin und Hamburg wurde von Felix Meyer-Christian als offene Kollaboration interdisziplinär arbeitender Künstler*innen gegründet. Die Arbeiten vereinen dokumentarische, performative und choreographische Methoden und fokussieren sich dabei auf globale Transformationsprozesse und die Frage nach dem Menschen darin.

von und mit
Costa Compagnie

Eine Produktion von Costa Compagnie in Kooperation mit dem Ballhaus Ost. Gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa, spartenoffene Förderung. Mit freundlicher Unterstützung durch das Goethe Institut Irak, Verbindungsbüro Erbil.
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